Das Yoga-Sutra des Patanjali

Bei dem Yoga-Sutra handelt sich um die allumfassenden Lehren des Yoga. Diese sollen vor ca. 2000 Jahren von dem Yogameister Patanjali verfasst worden sein. Über den Verfasser ist so gut wie nichts bekannt. Man vermutet, dass es sich bei Patanjali um eine Sagengestalt handelt. Die Texte wurden über die Jahrhunderte von mehreren Verfassern zusammengetragen.

Die Sutren sind trotz ihres Alters immer noch in unserer modernen Zeit anwendbar. Dies beruht vermutlich auch darauf, dass wir Menschen uns trotz der sich ändernden äußeren Umstände, immer den gleichen Problemen, Ängsten und Zweifeln stellen müssen. Die Ursachen sind heute einfach nur andere, als vor 2000 Jahren. Es handelt sich hierbei nicht um ein Übungsbuch, sondern um ein Lehrbuch über die Yoga Philosophie. Es besteht aus 4 Kapiteln und 195 Sanskrit Versen.

Themen des Yoga-Sutra

  • Citta: Der Geist – Den Geist beruhigen und trainieren
  • Sadhana: Der Übungsweg – Das Einüben von neuen Denk- und Handlungsweisen
  • Kleshas: Die inneren Störprogramme – Erkenne sabotierende Glaubenssätze und Denkmuster
  • Kriya-Yoga: Die Qualitäten des Handelns – Achte auf die Qualität und die Motivation deiner Handlungen
  • Antarayas: Der Umgang mit Hindernissen – Der Ursprung von Problemen im Geiste

Unser Wohlbefinden hängt also grundlegend von unserer inneren Geisteshaltung ab. Ein unklarer und zerstreuter Geist, der sich immer wieder in Probleme und Ängste verwickelt, kann psychosomatische Störungen, also körperliche Beschwerden auslösen. Hierfür bietet Patanjali uns in seinen Schriften eine Lösung an.

„Hindernisse können dann keine Wurzeln schlagen, wenn ein Mensch einen geeigneten Weg gefunden hat, Stabilität in seinem Geist zu entwickeln, und wenn er an diesem Weg festhält und sich bemüht, ihn zu gehen.“

Patanjali, Yoga-Sutra 1.32

Um den Zustand eines ausgeglichenen Geistes zu erlangen, empfiehlt Patanjali u.a. Ashtanga-Yoga – den achtgliedrigen Yogapfad.

Ashtanga-Yoga: Der achtgliedrige Yogapfad

Hierbei handelt es sich um die bekannte Yoga-Praxis. Diese Praxis dient dazu Körper, Geist und den Atem ins Gleichgewicht zu bringen. Sie macht uns unempfindlicher gegenüber Stress und Ängsten. Es ist ein ganzheitliches Programm, um gelassener und glücklicher zu leben.

Die acht Glieder dieser Übungspraxis sind:

  • Yama
  • Niyama
  • Asana
  • Pranayama
  • Pratyahara
  • Dharana
  • Dhyana
  • Samadhi

Was genau diese acht Glieder bedeuten und welche Übungspraxis dahinter steckt, erfährst du in meinem nächsten Beitrag. Bis dahin wünsche ich dir alle Liebe, Katrin

Neueste Beiträge:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner